Peru - Orte & Attraktionen
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NORD PERU: (prä-Inka Kulturen)
Trujillo:
Chan-Chan
Sonnen -und Mondtempel
Chan-Chan
Chan Chan liegt ca. 5 Kilometer nördlich von Trujillo in einer Küstenwüste am peruanischen Meer. Die rund 14 km² große Ruinenstadt des Chimor-Reiches besaß einst eine Größe von ungefähr 20 km² und wurde zwischen dem 11. und 14. Jh. n. Chr. aus Lehm erbaut. In der Blütezeit lebten bis zu 100.000 Einwohner in diesem Ort. Chan Chan war die größte vorkolumbische Stadt von ganz Südamerika und ist noch heute die größte Lehmziegelstadt der Welt. 1986 wurde die Ruinenstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Hinter der zum Teil 10 m hohen Stadtmauer befinden sich insgesamt 10 Stadtviertel und Zitadellen, welche jeweils von einer Tempelpyramide überragt werden und von einander unabhängig waren. Kilometerlange Wasserkanäle aus den Anden versorgten die gigantische wüstenhafte Stadt und füllten unter anderem riesige Wasserreservoirs mit Wasser. Der sehenswerteste Teil der Anlage ist der "Palacio de Tschudi", welcher nach dem schweizerischen Forscher Johann Jakob von Tschudi benannt wurde. Die Innenwände des Palastes sind mit geometrischen Figuren sowie Tierdarstellungen (Pelikane, Fische, Nutrias) dekoriert, genau so wie der Gang zum Tempelbereich mit Gebetshallen und kleinen Altartischen.
Die größte Gefahr des archäologischen Komplexes stellt die Naturkatastrophe "El Niño" dar, welche zeitweise im peruanischen Sommer an der sonst trockenen Küste mit heftigen Regen und Stürmen wütet. Auch Erosionen machen das Bauwerk zu schaffen. Doch auch wenn durch diese Naturgewalten Teile der Anlage und Reliefs bereits zerstört wurden, lohnt es sich dennoch, das einstige Königreich von Chimor zu besuchen.
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