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ZENTRAL PERU:
Lima, die Haupstadt: Lima Kolonial     Pachacamac     Miraflores    


Lima

Lima ist mit ca. 8-10 Mio. Einwohnern eine im wachsen begriffene Weltmetropole und das kulturelle sowie wirtschaftliche Zentrum von Peru. Die direkt am Pazifik liegende peruanische Hauptstadt besteht aus insgesamt 43 Verwaltungsbezirken und wirkt für viele auf den ersten Blick aufgrund des vielen Asphalt, Zement und Stahl weniger einladend. Doch die Stadt hat mehr zu bieten als man zuerst glaubt. So verfügt sie über eine große Auswahl an sehr guten Museen, vielen sehenswerten Kirchen, eine interessante architektonische Innenstadt sowie die besten Einkaufsmöglichkeiten in ganz Peru. Außerhalb der Stadt kann man archäologische Ausgrabungsstätten wie die von Pachacamac besuchen.

Lima wurde am 18. Januar 1535 von dem spanischen Eroberer Francisco Pizarro gegründet. Er wählte damals die Lage im Río Rímac Tal, da es ein günstiger Ausgangspunkt war, um relativ schnell in die Zentralanden zu gelangen. Bei einem Notfall konnte er hingegen auf seine Schiffe flüchten, die ganz in der Nähe am Hafen lagen. Im Jahre 1551 wurde in Lima die erste Universität Amerikas gegründet. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch die peruanische Hauptstadt von der Industrialisierungsphase erfasst, und so wurde hier 1854 die erste Eisenbahnlinie Südamerikas eingeweiht. Über den gesamten Zeitraum entwickelte sich Lima zum religiösen, wirtschaftlichen und politischen Zentrum der spanischen Kolonien Südamerikas und die Bevölkerungszahl der Stadt wuchs zunehmend. In der Kolonialzeit holten sich die spanischen Eroberer Sklaven aus Afrika in ihre Stadt, später stießen Chinesen als Vertragsarbeiter hinzu. Im 20. Jahrhundert kamen viele ausländische Zuwanderer nach Lima, um hier ihr großes Geld zu verdienen. Nicht vergessen sollte man das Problem der Landflucht, welches viele Peruaner aus den ländlichen Regionen in die Großstadt treibt. Viele von ihnen werden in den endlos erscheinenden Elendsvierteln, den "Pueblos Jovenes" (junge Dörfer), aufgefangen. Dort gibt es weder Strom, Wasser noch Kanalisation. Dennoch strömen täglich etliche neue Peruaner nach Lima um ihr Glück zu finden und letztendlich zu scheitern. Die Bevölkerungsexplosion scheint nicht enden zu wollen.

Für Touristen ist vor allen der Stadtteil Miraflores geeignet. Seitdem in den letzten Jahren Begrünungspläne umgesetzt wurden findet man heute hier wieder zahlreiche gepflegte Parkanlangen, die zum entspannen einladen. In der Altstadt hingegen kann man das Lima "aus der Kolonialzeit" kennen lernen.




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