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Machu Picchu

Die sich in 2.360 m Höhe auf einem schmalen Bergkamm und mitten in einem atemberaubenden Bergurwaldpanorama befindende verlassene Inkastadt Machu Picchu wurde am 24. Juli 1911 vom US-amerikanischen Abenteurer Hiram Birngham offiziell entdeckt. Damals war die in Vergessenheit geratene Anlage noch unter dichter Vegetation verborgen. Sie wird als eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungen der Menschheit eingestuft und zählt zu den 7 neuen Weltwundern der Erde. Seit 1983 steht Machu Picchu sowohl unter Weltkultur- als auch unter Weltnaturerbe.

Da die spanischen Eroberer nicht von der Existenz dieser Inka-Stadt wussten, blieb die Anlage weitestgehend unversehrt. Nur die Strohdächer und einige Steine sind mit der Zeit der Verwitterung verfallen. Dennoch kann man die Anlage fasst in ihrer Ursprünglichkeit betrachten, was für archäologische Ruinenkomplexe eher selten ist. Wozu die Stadt diente, wer hier wohnte und wann sie verlassen wurde kann man selbst mit modernsten Forschungsmethoden nach 90 Jahren nicht eindeutig sagen. Die Theorien reichen von Zufluchtsort der Sonnenjungfrauen über Landresidenz der Herrscher, ein religiöses und astronomisches Zentrum für die Gelehrten bis hin zu einer Festung zum Schutz gegen Angriffe wilder Stämme aus dem Amazonasbecken.

Für einen gemütlichen Rundgang durch den archäologischen Ruinenkomplex empfiehlt es sich, ungefähr 2 Stunden einzuplanen. Wer den Huayna Picchu oder das Sonnentor Intipunku erwandern möchte, sollte jeweils weitere 90 Minuten einplanen. Die Tour beginnt meist am Wachposten, ganz in der Nähe des Grabsteinfelsen. Hier hatte Birngham Gräber mit Skeletten entdeckt, die zu 80% von Frauen stammten. Aus dieser Entdeckung formte sich die Sonnenjungfrauentheorie. Von hier oben führt ein Weg hinunter in die Stadt selbst, wo man unter anderem viele Tempel, den Hauptpalast, den Intihuatana (Sonnenanker), die Intipampa (Sonnenfeld), den versunkenen Platz, den heiligen Felsen und vieles mehr besichtigen kann.

Die klassische Postkartenansicht erhält man übrigens leicht oberhalb der "Hütte des Verwalters vom Grabfelsen". Von dort aus kann man den gesamten Komplex samt Gipfel des Huayna Picchu im Hintergrund betrachten.



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