Arequipa Santa Katalina Kloster

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Kloster Santa Catalina - Arequipa

Das Santa Catalina Kloster gleicht einer Stadt in einer Stadt und ist in ganz Lateinamerika einmalig. Täglich beeindruckt es seine Besucher durch die Größe der Anlage, die vielen Details und den ausgezeichneten Zustand.

Im 16. Jahrhundert war es auch in Arequipa bei den reichen spanischen Familien üblich, die zweitgeborene Tochter in ein Kloster zu stecken. Da die Kapazität der drei vorhandenen Klöster der Stadt in der 2. Hälfte des Jahrhunderts nicht mehr ausreichte, beschloss man, diesen Zustand zu ändern. So wurde im Jahre 1579 das Monasterio de Santa Catalina von den Dominikanern gegründet, welches im 17. Jahrhundert aufgrund starker Nachfrage auf 20.000 m² erweitert wurde. Hohe Mauern begrenzten bereits zu jener Zeit diese Anlage, um die Nonnen von den Verlockungen der Außenwelt zu schützen. Da viele zukünftige Nonnen das neue Kloster beziehen wollten, wurden hohe Auswahlkriterien angesetzt. So konnten nur die Töchter der reichsten spanischen Familien mit einer hohen Mitgift in das Kloster einziehen. Die 150 Nonnen lebten hier sehr luxuriös und hatten zum Teil eigene Diener, die das Alltagsleben abnahmen, was den Papst sehr verärgerte. Er schickte die Schwester Josefa Cadena im Jahre 1871 in das Kloster, um das Klosterleben zu reformieren und die Dienstboten zu entlassen. Knapp 400 Jahre lang blieb der Öffentlichkeit verborgen, was sich hinter den hohen Mauern des Klosters aspielte. Erst im Jahre 1970, als der Bürgermeister der Stadt den Nonnen mit Nachdruck befahl, die Pforten des Klosters zu öffnen, um in dem Komplex Strom und fließendes Wasser zu installieren, änderte sich die Situation. Da die weniger als 20 Nonnen die Kosten nicht zahlen konnten, beschloss man, das Kloster für die Außenwelt zugänglich zu machen und die Sanierung mit den Eintrittsgeldern zu decken.

Die einst weißen Gebäudewände aus Vulkangestein wurden mit freundlichen Pastelltönen bestrichen und verleihen dem Kloster ein zusätzliches besonderes Flair. Im Inneren hat man die Möglichkeit die kleinen Straßen und schmalen Gassen zu erkunden. Dabei entdeckt man unter anderem die verschieden eingerichteten Wohnräume, eine Bäckerei, Brunnen, Lagerräume, eine Krankenstation, Wäscherei, Gärten, den Friedhof und eine Kirche mit Beichtzellen, damit die Nonnen ihr Kloster nicht verlassen müssen.

Wer Arequipa besucht, sollte sich das Santa Catalina Kloster nicht entgehen lassen.





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